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Körperbau und Sinnesleistungen



Das Fell der wild lebenden Degus (Octodon degus) ist braun-schwarz meliert, der Bauch ist gelblich-weiß. Die blanken schwarzen* Augen werden von etwas hellerem Fell gesäumt. Degus werden als Heimtiere 15 bis 20 Zentimeter groß, hinzu kommt eine Schwanzlänge von ca. 12 Zentimetern.

Der Schwanz der Nager ist behaart. Zur Spitze des Schwanzes wird die überwiegend schwarze, borstige Behaarung dichter und bildet eine Quaste. Wie auch von anderen Nagetieren wie beispielsweise der Rennmaus bekannt, kann sich der Schwanz bzw. die Schwanzhaut lösen. So bleibt einem Angreifer als Beute in manchen Fällen nur die Schwanzhaut - im Gegensatz zu Eidechsen kann der Schwanz jedoch nicht nachwachsen. Bitte daher Degus niemals am Schwanz hochnehmen!

Degus werden überwiegend aufgrund ihrer Größe immer wieder mit Ratten verglichen. Der Kopf der Degus ist jedoch viel runder, die Ohren größer. Die Ohren lassen sich im Ruhezustand auch anlegen bzw. "zusammenfalten".

Sowohl der Geruchssinn als auch das Gehör sind bei Degus hoch entwickelt. Das akustische Wahrnehmungsvermögen ist für Degus sehr wichtig. Degus haben eine recht umfangreiche Lautsprache. Gerade Warnungs-, Abwehr- und Kontaktlaute sind auch für uns deutlich zu hören, weitere Lautäußerungen liegen im Ultraschallbereich. Der ausgeprägte Geruchssinn dient zum Auffinden der Nahrung, aber auch zur Identifikation der Rudelmitglieder untereinander.

Degus haben recht scharfe, schwarze Krallen. Die Füße sind hell behaart, wobei die Oberseite der Zehen von etwas längeren, hellen Härchen überdeckt wird. Gerade bei den hinteren Gliedmaßen fällt dies besonders auf.

Wie auf den Bildern zu erkennen ist, besitzen die Vordergliedmaßen je vier Zehen sowie einen rudimentären (verkümmerten) Daumen. Die Unterseite der Füße weist unbehaarte Fußballen aus, die besseren Halt gewährleisten. Die hinteren Gliedmaßen sind relativ lang und besitzen fünf Krallen.

Auffällig sind die Nagezähne der Degus. Durch eine orangegelbe Schicht Zahnschmelz sind sie sehr widerstandsfähig. Degus gelten als sehr starke Nager, und haben es schon aus so manchem Käfig heraus geschafft. Die sich dabei abnutzenden Zähne wachsen ständig nach. Degus besitzen 20 Zähne, die Zahnformel ist 1-0-1-3.

Im Gegensatz zu einigen anderen Kleinnagern hat der überwiegend tagaktive Degu zudem ein sehr gutes Sehvermögen. Die Gesichtsfelder überschneiden sich jedoch nur in einem kleinen Bereich, was das räumliche Sehvermögen reduziert.

Neuere Erkenntnisse (Bekanntgabe ca. Juni 2003) einer Forschergruppe zeigen, dass Degus zudem UV-Licht sehen können. Signal ist dabei für Degus der Urin seiner Artgenossen. Er erkennt an ihm bzw. dem darin reflektierenden UV-Licht, wie lange es her ist, dass ein Kollege an gleicher Stelle unterwegs war. Degus markieren das eigene Revier nämlich mit Urin und auch Kot. Da der Urin mit der Zeit immer weniger UV-Licht reflektiert, stellt er für die Degus eine Orientierungsmöglichkeit dar!

Das Farbsehen ist bei Degus vermutlich nur gering ausgeprägt. Hier widersprechen sich die Quellen teilweise. Vermutlich können Degus die Farben Rot, Gelb und Grün erkennen.

Um sich auch in der Dunkelheit der Höhlen zurechtzufinden, haben die Tiere lange Tasthaare (Vibrissen) an der Schnauze. Auch das Körperfell wird von längeren Tasthaaren überragt.

* Die Augen sind übrigens nur auf den ersten Blick schwarz! Im Licht erkennt man, daß die Augen braun sind. In der Mitte haben sie eine kleine, schlitzförmige Pupille.



Hinweise:
© 2014 - Sabine Götz