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Eingewöhnung und Zähmung



Bevor Ihr Eure Degus zu Euch holt, sollte bereits alles vorbereitet sein - der Käfig eingerichtet, das richtige Futter vorhanden etc. Achtet darauf, dass der Käfig an einer möglichst ruhigen Stelle steht, an der es in keinem Fall zieht (evtl. mit einer Kerze austesten - bewegt sich die Flamme stark, ist der Platz eindeutig ungeeignet).

Wenn Ihr mit den Degus ankommt, werden sie vermutlich recht verschreckt sein. Selbst sonst zahme Tiere können anfangs ängstlich sein. Am besten stellt Ihr das Transportbehältnis in den neuen Käfig der Degus, damit sie selbst hineinkrabbeln können. In die Hand solltet Ihr nur Degus nehmen, die bereits gut an Menschen gewöhnt sind - alle anderen wird dies in noch größere Panik versetzen. Sind die Degus im Käfig, verschließt diesen mit ruhigen Bewegungen und zieht Euch etwas zurück.

Die Eingewöhnung der Degus kann je nach Tier unterschiedlich lange dauern - immer abhängig davon, welche Erfahrungen sie bisher gemacht haben. Anfangs werden die Degus noch schnell verschwinden, sobald Ihr an den Käfig tretet - evtl. sogar mit einem lauten Warn-Quietscher. Daher ist es wichtig, daß Ihr schnelle Bewegungen in der Nähe des Käfigs vermeidet. Die Reinigung des Käfigs kann daher auch anfangs etwas länger herausgezögert werden, um die Tiere nicht in Panik zu versetzen. Futter bzw. Wasser muß natürlich trotzdem regelmäßig gereicht werden.

Sobald sie nicht mehr gleich verschwinden bzw. vorsichtig aus ihren Verstecken herausschauen haben sie sich eingelebt und man kann die nächsten Schritte wagen. Es gibt nie eine Garantie dafür, daß Degus zahm werden. Auch wenn sie sich vielleicht nicht zu "Schmusern" gegenüber den Menschen entwickeln, sollte man versuchen, sich anzufreunden. Dies ist auch dann hilfreich, wenn ein Tier krank oder alt wird. Aber wie geht man vor?

Liebe geht durch den Magen, das ist bei Degus nicht anders und so entsteht der erste Kontakt häufig über Leckerlis. Vorsicht - riecht die Hand des Pflegers nach Futter, kann dies manchmal auch schmerzhaft sein! Gerade scheue Degus gehen nicht vorsichtig an die Hand heran. Sie versuchen meist, das Futter schnell zu schnappen und davonzulaufen. Ein anderer Grund für einen "Fehlbiss" kann aber auch der Neid sein - denn Degus sind untereinander recht "Futterneidisch" und dann gierig. Und dies kann recht unangenehm sein! Wenn Ihr Euren Degus also Futter aus der Hand anbietet, dann am besten zwischen den Fingerspitzen reichen.

Egal ob mit oder ohne Futter - Ruhe und Geduld ist angesagt. Legt doch einfach mal die Hand bewegungslos in den Käfig und wartet ab. Meist kommt nach kurzer Zeit einer der Degus angelaufen, beschnuppert und beknabbert vorsichtig die Hand. Und ist erst einer neugierig geworden, kommen meist die anderen auch an. Nach einer Weile werden sie auch auf die Hand steigen, evtl. sogar am Arm hochklettern.

Zeigen die Degus keine Angst mehr, könnt Ihr nun auch vorsichtig versuchen, die Hand mitsamt Degu aus dem Käfig zu nehmen. Umgreift den Degu dabei anfangs noch nicht, davor erschrecken sie meist. Passt dabei sehr auf und setzt Euch am besten mit den Degus auf den Boden, damit sie nicht fallen können. Bei zahmen Tieren könnt Ihr auch mal mit Eurem Zeigefinger versuchen, die Degus zu kraulen. Manche genießen das sehr, besonders an den Wangen.

Bei manchen Degus dauert dies alles nur wenige Tage, bei anderen sogar Wochen oder Monate. Bleibt also geduldig und verliert nicht gleich nach den Mut. Selbst nach Jahren kann es sein, dass ein Tier doch noch zahm wird, allerdings gibt es manchmal auch Degus, die ihr Leben lang scheu bleiben.



Hinweise:
© 2014 - Sabine Götz