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Pflege, Auslauf und mehr



Der Käfig ist eingerichtet, das Futter ist da und die Degus sind auch schon eingezogen - aber das ist ja noch lange nicht alles! Hier tragen wir noch einige Dinge zusammen, die Ihr als Deguhalter wissen solltet.

Käfig säubern
Wie oft der Käfig der Degus gereinigt werden muss, können wir hier nicht genau angeben. Denn es ist natürlich abhängig von der Käfiggröße und der Anzahl der Degus in ihm. Eine Reinigung ist normalerweise etwa alle ein bis zwei Wochen nötig. Degus riechen weit weniger als manch andere beliebten Heimtiere, ihr Kot ist trocken und fest. Was aber bitte nicht heißt, dass der Käfig erst gereinigt werden muss, wenn er riecht!!! Durch Kot, Urin, Futterreste u.a. können sich auch schon früher Herde für Bakterien bilden.

Während der Käfigreinigung setzt Ihr die Degus am besten in einen anderen Käfig oder in eine Transportbox. Solltet Ihr ihnen in dieser Zeit Freilauf (siehe unten) gewähren, passt besonders gut auf, daß sie Euch nicht durch Türen o.ä. schlüpfen. Denn Ihr werdet das Zimmer wohl auch mal verlassen müssen, um beispielsweise die Trinkschale im Bad auszuwaschen. Manchmal streiten die Degus in einer Transportbox etwas. Das kommt durch den Stress und die Enge in ihm, normalerweise sind es aber nie ernsthafte Auseinandersetzungen. Insgesamt ist jede Käfigreinigung für Tiere eine große Aufregung, Ihr solltet sie daher danach in Ruhe ihren "neuen" Käfig durchstöbern lassen.

Nachdem Ihr die Einrichtungsgegenstände herausgesammelt und das Einstreu entfernt habt, reinigt Ihr den Käfig am besten mit einem Putzschwamm, den ihr mir warmen Wasser immer wieder ausspült. Bodenschalen kann man evtl. auch kurz unter die Dusche stellen. Auch die Einrichtungsgegenstände könnt Ihr so reinigen. Durch den Urin und auch andere Feuchtigkeit (z.B. ausgelaufene Trinkflasche) können sich im Käfig hartnäckige Belage bilden. Diese bekommt man mit Essig relativ gut weg. Bitte verwendet keine scharfen Reinigungsmittel!

Tägliche/sonstige Pflegemaßnahmen
Täglich solltet Ihr natürlich frisches Futter geben und auch die Trinkflasche/Trinkschale kurz auswaschen und mit neuem Wasser füllen. Bei Trinkflaschen aus Plastik bitte nicht zu heiß ausspülen, da sie sich recht schnell verformen können. Das Rohr kann man relativ gut mit Wattestäbchen reinigen.

Bleibt Grünfutter übrig, vergraben es Degus gerne. Ihr solltet es so bald wie möglich aus dem Käfig nehmen, da es sonst zu schimmeln beginnen kann. Meist hilft es auch nicht viel, für Grünfutter eine eigene Futterschale bereitzustellen. Gurke & Co werden meist trotzdem fleißig vergraben - was man jetzt nicht schafft, muss man ja für schlechtere Zeiten sichern :-).

Auch Heu wird häufig frisch gegeben, schließlich ist es ein wichtiger Bestandteil der Deguernährung.

Die meisten Degus gehen mit ihrer Sandschale nicht gerade vorsichtig um - schnell wird der Badegenuss so durch massenweise Einstreu getrübt. Solange Eure Degus nicht in die Schale urinieren, könnt ihr den Sand einfach durchsieben. Feuchter Sand eignet sich dagegen für die Fellpflege nicht mehr, dann erneuert den Sand am besten gleich.

Häufiger wird bei Degus beobachtet, dass Glasscheiben & Co mit Urin bespritzt sind. Das kommt u.a. häufig durch die "dumme" Angewohnheit der Degus, auch im Laufrad einfach zu urinieren. Die Scheiben solltet Ihr also bei Bedarf auch zwischen den Käfigreinigungen kurz abwischen.

Während des täglichen Umgangs mit den Degus solltet Ihr auch auf Ihren Gesundheitszustand achten. Sollte Euch auffallen, dass das Fell struppiger wird, die Augen verklebt sind, der Kot der Degus weich ist o.ä., könnte dies ein Zeichen für eine Erkrankung sein!

Auslauf
Eure Degus sollen zu den glücklichen gehören, die auch Freilauf im Zimmer genießen dürfen? Prima - aber bitte vorsichtig! Nicht nur die Nagezähne der Degus können Kabel u.a. gefährlich werden. Es lauern auch einige Gefahren für die Degus selbst.

Kabel sollten in dem Zimmer, in dem die Degus Freilauf haben, möglichst außer Reichweite gelegt werden. Es gibt zwar Tiere, die Stromschläge schon überlebt haben, das ist allerdings Glückssache. Sollte es Kabel im Zimmer geben, die nicht anders verlegt werden können, hat man die Möglichkeit, sie anders etwas zu sichern. Im Aquarienfachhandel findet man Luftschläuche aus Plastik in verschiedenen Größen. Sie sind meist grün, lassen sich leicht biegen und sind in verschiedensten Längen käuflich und normalerweise nicht teuer. Diese Schläuche kann man über die Kabel ziehen und die Degus beißen so nicht gleich in die gefährlichen Stellen. Die Schläuche sollten daher auch regelmäßig auf angeknabberte Stellen kontrolliert werden. Problem beim Überziehen des Schlauches sind häufig die Stecker - entweder man schneidet also den Schlauch längs auf und legt ihn um das Kabel oder man kann den Stecker abschrauben o.ä. Fragt aber dann ggf. jemanden, der sich damit auskennt!

In dem Zimmer, in dem die Degus Freilauf haben, sollten auch in keinem Fall Gießkannen, Eimer oder ähnliches stehen, die mit Wasser gefüllt sind. Fällt ein Degu hinein und wird nicht gleich entdeckt, könnte er qualvoll ertrinken.

Zimmerpflanzen stellen recht schnell einen Anziehungspunkt für Degus dar. Sie sind doch sooo lecker! Aber nicht alle Pflanzen sind genießbar. Falls Ihr Euch unsicher seid, dann stellt die Pflanzen außer Reichweite. Blätter von den beliebten Drachenbäumen sind beispielsweise ungefährlich, ganz anders sieht es aber beim Adventsstern aus. Wenn Ihr bei einer bestimmten Pflanze wissen möchtet, ob sie wirklich gefährlich ist, könnt Ihr sicherheitshalber in der Giftpflanzendatenbank danach suchen oder nachsehen, ob sie vielleicht auf unserer ⇒ Pflanzenliste aufgeführt ist.

Türen und offene Schränke können auch noch Gefahren für Degus sein. Bewegt Euch selbst immer vorsichtig in einem Zimmer, in dem Degus Freilauf genießen und lasst keine anderen Tiere unbeaufsichtigt zu den Degus.

Weitere Gefahren:

  • andere Tiere wie Hund, Katze, Frettchen oder im Garten auch Vögel, Marder o.ä.

  • gefüllte Aschenbecher, Medikamente, Chemikalien (Putzmittel o.ä.)

  • gekippte Fenster, offen stehende Türen zum Garten oder Balkon


Hinweise:
© 2014 - Sabine Götz