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Nachwuchs



So süß Degunachwuchs auch sein mag, Nachwuchs sollte gut überlegt sein. In vielen Tierheimen warten Degus auf ein gutes neues Zuhause und auch von privat gibt es inzwischen mehr als genug Tiere zu vermitteln. Bitte gebt auch diesen Tieren eine Chance! Auf Degus-Online gibt es auch die Möglichkeit, ⇒ Anzeigen rund um Degus zur Vermittlung aufzugeben (jedoch keine Vermittlung von Zuchttieren!). Die Zucht von Degus bedeutet Verantwortung in vielerlei Hinsicht. Unter ⇒ "Gedanken zum Thema Zucht" findet Ihr einige Informationen und Gedanken zu diesem Thema.

Geschlechtsreif sind ⇒ Degumännchen etwa im Alter von 3 Monaten, die ⇒ Weibchen etwa einen Monat früher. Ausnahmen bestätigen (leider) auch hier die Regel. Männliche Tiere sind vermutlich ein Leben lang fortpflanzungsfähig, bei Weibchen soll die Fortpflanzungsfähigkeit mit rund 4 Jahren nachlassen, doch auch sie können durchaus noch trächtig werden und sollten keinesfalls mit unkastrierten Männchen zusammengehalten werden. Denn gerade für ein älteres Weibchen ist eine Trächtigkeit auch ein nicht zu unterschätzendes gesundheitliches Risiko.

In freier Wildbahn pflanzen sich Degus, je nach Lebensraum (Nord- oder Südchile), nur von Februar bis April und im Monat September fort, in menschlicher Obhut das ganze Jahr lang.

Die Weibchen sind etwa alle zwei bis drei Wochen paarungsbereit, ein fester Zyklus wurde bei Degus jedoch noch nicht festgestellt. Normalerweise ist die Scheide der Weibchen, wie vom Chinchilla bekannt, bis zur Paarungsbereitschaft bzw. Geburt geschlossen.

Die von Degus bekannte Freundschaftsgeste erinnert sehr an die Paarung. Hier reitet das Männchen begleitet von Trillern und Beknabbern immer wieder auf das Weibchen auf, die Erregung ist auch an dem Schlängeln des Schwanzes erkennbar. Abweichend von der normalen Freundschaftsgeste lecken sich die Tiere nach dem Deckakt die Genitalien sauber.

Bei einem trächtigen Weibchen sollte man sehr darauf achten, dass sie die richtige Ernährung und genügend Flüssigkeit bekommt. Streß sollte schon während der Tragezeit minimiert werden. Während der Trächtigkeit ändern manche Weibchen ihr Verhalten nicht. Andere werden z.B. nervöser, bauen fleißig Nestchen, halten mehr Abstand zur Gruppe o.ä. Der Bauchumfang nimmt mit der Zeit je nach Wurfgröße und Weibchen zu, irgendwann kann man manchmal die Zitzen erkennen oder sogar Bewegungen der Jungtiere im Bauch.

Normalerweise gibt es in der Gruppe keine Probleme. Die anderen Tiere, egal ob Männchen oder Weibchen, versorgen den Nachwuchs häufig rührend mit. Eine Trennung ist jedoch dann sinnvoll, wenn noch unkastrierte Männchen im Käfig sind, das Weibchen kann schon am Tag der Geburt wieder gedeckt werden!

Der Degunachwuchs kommt nach der relativ langen Tragzeit von etwa 3 Monaten bereits weit entwickelt auf die Welt. Meist sind es etwa 4-7 Jungtiere, es können aber auch mal weniger sein oder in seltenen Fällen sogar bis zu 12 Stück. Die Jungen können bereits laufen, haben Fell, die Augen sind bereits vollkommen geöffnet oder öffnen sich innerhalb der ersten Tage noch ganz.

Meist verläuft die Geburt ohne Komplikationen. Allerdings sollte ein schwaches Muttertier, eine sehr lange Geburt oder sonstige Auffälligkeiten in jedem Fall genau beobachtet werden, manchmal ist auch schnelles Handeln und ein Tierarztbesuch erforderlich.

Die Weibchen sind nach der Geburt meist nicht sehr empfindlich, was Störungen angeht. Dennoch sollte man besonders in der ersten Woche nur wenn es unbedingt nötig ist das Nest kontrollieren und dabei das Muttertier ablenken. Beobachtet die Tiere ruhig und greift nur dann ein, wenn wirklich etwas ungewöhnlich ist (evtl. vorher Rücksprache mit Tierarzt oder, falls nicht akut, mit erfahrenen Leuten ⇒ im Forum! )

Degunachwuchs ist sehr verspielt, schon mit zwei Tagen beginnet er häufig die Umgebung des Nestes zu erkunden und ab der zweiten Woche nimmt er auch vermehrt festes Futter auf. Mit vier Wochen werden die Kleinen dann langsam von der Mutter entwöhnt, spätestens mit sechs Wochen sind sie normalerweise selbständig.

Bei Degus ist es recht wichtig, die Jungtiere nicht zu früh von der Mutter zu trennen - wissenschaftliche Forschungen ergaben gerade bei Degus, dass der Nachwuchs sonst Schaden nehmen kann. Mehr darüber könnt Ihr in ⇒ einer Studie nachlesen. Auf unserer gesonderten Seite findet Ihr auch noch ⇒ Hilfestellung bei der Geschlechtsbestimmung.

Wer Degus abgibt, möchte sicherlich immer dafür sorgen, dass sie in gute Hände kommen. Unter ⇒ http://www.deguhilfe-sued.de findet Ihr einen Vorschlag für einen Schutzvertrag und zudem solltet Ihr eine Schutzgebühr vereinbaren. In der Regel liegt diese bei 5-10 Euro pro Tier.

⇒ Hier findet Ihr noch ein paar Infos zum Thema Kastration von Degus!

Einige interessante Informationen über die ⇒ Handaufzucht von Degus stellten uns drei Seitenbesucher zur Verfügung - herzlichen Dank :-)!



Hinweise:
© 2014 - Sabine Götz