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Parasiten und Pilzerkrankungen



Ektoparasiten
Zu den Ektoparasiten, die sich auf einem Degu finden können, gehören Haarlinge, Milben und Läuse. Ab und an verirrt sich auch mal ein Floh. Oft findet man bei genauerer Charakterisierung die eingeschleppten Ektoparasiten anderer Haustiere (Haarlinge der Meerschweinchen, die rote Vogelmilbe oder auch Läuse der Ratten). Zu den Symptomen eines Ektoparasitenbefalls gehören: Haarausfall, Juckreiz, starke Unruhe bis hin zu anfallsartigen Krämpfen, Abmagerung, Krusten und Kratzekzeme sowie Veränderungen der Hautstruktur. Manchmal lassen sich die Parasiten mit bloßem Auge erkennen (z.B. Haarlinge und Läuse). Wenn der Verdacht besteht, dass ein Degu mit Ektoparasiten befallen ist, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, der die Parasiten bestimmen und eine Therapie einleiten kann.

Behandlungsmöglichkeiten: Viele Ektoparasiten lassen sich mit Ivermectin (z.B. Ivomec) behandeln, bei Degus sind jedoch auch negative Berichte darüber bekannt. Dieses Medikament kann grundsätzlich entweder verdünnt injiziert werden oder in einem Spot-on Verfahren verabreicht werden. Bei einer Spot-on Behandlung kann es manchmal zu einer lokalen Reaktion der Haut kommen, die sich u.U. in Haarausfall äußert. Bei Jungtieren wird vollkommen von einer Behandlung mit Ivermectin abgeraten, ansonsten muss darauf geachtet werden, dass das Mittel nicht oral aufgenommen werden kann. Möglicherweise ist es hier sinnvoll, den Tierarzt auch auf alternative Medikamente anzusprechen. Bei Degus sollte von Bade- oder Puderbehandlungen abgesehen werden.

Die Behandlung schließt auch die Säuberung des Käfigs und der Gebrauchsgegenstände sowie eine Mitbehandlung der Gruppe mit ein. Anleitungen dazu, kann der Tierarzt je nach Parasitenart geben.

Endoparasiten
Endoparasiten finden wir meistens im Magen-Darm-Trakt, auch wenn es Parasiten gibt, die andere Organe befallen können. Es finden sich bei Kotuntersuchungen vor allem Giardien, Kokzidien, Rundwürmer und Bandwürmer. Häufig geht ein Befall auch ohne klinische Symptome einher. Symptome: Zu den Symptomen eines Endoparasitenbefalls im Magen-Darm-Trakt gehören Durchfall, Abmagerung, struppiges Fell und Schwäche. Häufig sind Jungtiere befallen. Auch hier sollte bei einem Verdacht umgehend der Tierarzt aufgesucht werden. Eine Kotuntersuchung gibt Aufschluss über die Art des Parasiten und der Tierarzt kann danach die Behandlungsstrategie festlegen.

Behandlungsmöglichkeiten: Giardien und Rundwürmer lassen sich mit Fenbendazol (Panacur) behandeln, welches von den Degus gut vertragen wird, bei einem Bandwurmbefall wurde eine Behandlung mit Praziquantel beschrieben. Kokzidien sind z.B. mit einer Sulfamethazinlösung bzw. Sulfadimidinlösung zu behandeln. Auch hier sollten eine Therapie der ganzen Gruppe und die Einbeziehung des Käfigs erfolgen. Prophylaktisch ist auf gute Hygiene und Haltungsbedingungen sowie ausreichende Vitamin- und Mineralstoffversorgung zu achten, da Tiere mit einem starken Immunsystem seltener schwerwiegende klinische Symptome entwickeln.

Eine parasitäre Erkrankung, die nicht den Darm betrifft, ist die Toxoplasmose. Oozysten des Erregers Toxoplasma gondii werden über infiziertes Futter aufgenommen und können dann in verschiedene Organe gelangen. Häufig verläuft dieser Befall unbemerkt und es treten nie klinische Symptome auf, es kann jedoch auch zu schweren Symptomen kommen, die eventuell sogar zum Tod des Tieres führen können. Dazu gehören: Abmagerung, Durchfall, Lungenentzündungen, Atemnot, Krämpfe, Lähmungen, Augenausfluss, Aborte und Totgeburten bei trächtigen Weibchen. Es kann eine Therapie mit Sulfonamiden und/oder Trimethoprim versucht werden. Die Prognose ist abhängig von der Schwere der Erkrankung.

Pilzerkrankungen
Wie fast alle Heimtiere können auch Degus Hautpilze bekommen. Es handelt sich dabei um winzige Organismen, die sich im auf der Haut und im Fell ansiedeln. Sie verbreiten sich durch Pilzsporen, teilweise durch direkten Kontakt, jedoch unter Umständen auch durch alle Gegenstände oder z.B. das Futter.

Pilze zeigen sich anfangs meist durch recht typische Hautveränderungen - kreisrunde, haarlose stellen überwiegend am Kopf, Hals, rund um die Augen, der Ohrennähe oder den Beinchen. Im Verlauf der Erkrankung kann sich der Pilz stark ausbreiten. Damit verbunden sein kann ein Juckreiz, die betroffenen Stellen sind meist etwas geschuppt, manchmal bildet sich ein leichter rötlicher Rand, das Fell geht rundherum oft leicht aus. Das Krankheitsbild muss jedoch nicht immer so eindeutig sein. Zur Diagnose sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden, der dann auch die Behandlung festlegt. Hierbei gibt es verschiedene Salben, Sprühlösungen u.ä. Die Heilung kann sich über längere Zeit hinwegziehen. Es sollte auf besondere Hygiene im Umgang mit Tieren geachtet werden, die Hauterkrankungen haben - es können unter Umständen Übertragungen auf andere Tiere oder auch Menschen möglich sein. Übrigens müssen nicht alle Degus der Gruppe befallen sein - oft trifft es nur bereits geschwächte und anfällige Tiere!

Das Bild hat uns Tati zur Verfügung gestellt - danke! Ihre Degus wurden bei einem Pilzbefall über einen längeren Zeitraum mit Likuden-Tabletten behandelt, was auch zum Erfolg führte.



Hinweise:
© 2014 - Sabine Götz