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Krallen- und Zahnprobleme



Überlange Krallen, Krallenverletzungen
Normalerweise nutzen sich die Krallen von Degus durch Scharren und Klettern auf rauem Untergrund von selbst genug ab. Doch wenn dies nicht der Fall ist, kann es passieren, dass die Krallen zu lang werden. Oft biegen sie sich dann, drehen sich nach unten oder seitlich, wachsen in schlimmeren Fällen sogar in den Ballen. Schafft man nicht bald Abhilfe, kann es zu Entzündungen der Füße kommen. Die Krallen können von einem Tierarzt oder anderen Fachmann gekürzt werden. Dies erfordert etwas Erfahrung, da man die Blutgefäße/Nervenenden in den dunklen Krallen der Degus kaum erkennen kann und sie daher leicht verletzt. Bitte macht es daher selbst nur dann, wenn Ihr schon Erfahrung habt!

Zur Vorbeugung sollte man einige raue Kletter- und Wühlmöglichkeiten schaffen. Es eignen sich z.B. Lava- oder andere Steine und Naturäste. Auch eine große Buddelkiste (z.B. ein im Käfig platziertes Aquarium) mit Sand, Steinen etc. gefüllt lädt zum ausgiebigen Graben und Scharren ein.

Krallenverletzungen bluten meist sehr stark, heilen jedoch in der Regel gut ab. Sie können bei Kämpfen entstehen, das Tier könne jedoch auch hängengeblieben sein. Fehlende Krallen, die in vielen Fällen nicht mehr nachwachsen, stellen lediglich einen kleinen Schönheitsfehler dar, stören das betroffene Tier normalerweise nicht weiter. Oft heilen diese Verletzungen ohne eine besondere Behandlung aus, doch im Zweifelsfall bitte immer einen Tierarzt aufsuchen. Ganz besonders dann, wenn es Anzeichen für Entzündungen gibt.

Zahnprobleme
Nimmt Euer Degu ab, frisst wenig, kaut auffällig lange oder ihr bemerkt "sabbern", solltet Ihr dringend einen Tierarzt aufsuchen. Denn all diese Punkte können auf Zahnprobleme hindeuten, bei denen Euch bzw. Euren Degus nur ein Fachmann weiterhelfen kann.

Grund kann zu geringe Abnutzung der Zähne sein oder auch eine evtl. angeborene oder erworbene Zahnfehlstellung. Degus müssen ihre Zähne ständig abnutzen (Nagetiere!), passiert dies nicht, können sowohl die vorderen, für uns sichtbaren Schneidezähne, als auch die hinteren Backenzähne zu lang werden. Dadurch werden die Tiere beim Fressen behindert, die Mundschleimhäute können gereizt oder verletzt werden und schlimmstenfalls magern die Tiere stark ab, da sie nicht mehr in der Lage sind, genug Futter aufzunehmen. Ggf. kann eine Fütterung des Degus mit weichem Futter (siehe ⇒ "Zwangsernährung") sinnvoll sein. Ein Tierarzt muss aber in jedem Fall aufgesucht werden! Halter mit Erfahrung können die Zähne (Schneidezähne) unter Umständen auch selbst kürzen.

Auf dem ersten Bild haben die Zähne die normale Färbung eines ausgewachsenen Tieres, bei Jungtieren sind die Zähne auch noch heller. Diese orange-gelbe Färbung der Schneidezähne ist also vollkommen normal. Durch diese Schicht Zahnschmelz sind die Zähne besonders kräftig!

Auf dem Bild in der Mitte seht Ihr die Zähne eines Degus mit Zahnproblemen. Bei ihm sind die oberen Schneidezähne etwas zu kurz, weshalb die unteren immer wieder zu lang werden, in den Rachenraum wachsen und deshalb gekürzt werden müssen. Auffällig ist hier auch die eigentlich zu helle Färbung der Zähne und die angegriffene Struktur der Zahnoberfläche. Unten wird ganz deutlich, welche schlimmen Ausmaße Probleme mit den Zähnen annehmen können - die oberen Zähne sind hier viel zu kurz, die unteren extrem lang.

Einige Erkrankungen bei Degus, die nicht auf den ersten Blick auf Zahnprobleme hinweisen, können dennoch die Ursache bei den Zähnen haben!

Manchmal fällt Deguhaltern auf, dass sich Degus einen der Schneidezähne abgebrochen haben. Normalerweise wächst ein solcher Zahn sehr schnell nach und ist meist kein Grund zur Besorgnis. Beobachtet in einem solchen Fall aber unbedingt, ob Euer Tier weitgehend normal fressen kann! Zudem solltet Ihr kontrollieren, ob der nachwachsende und die alten Zähne die normale Stellung behalten.



Hinweise:
© 2014 - Sabine Götz